So…nach endlosen leeren Versprechen, aufgeschobenen (selbstgesetzten) deadlines, und einem bereits komplett verlebtem Semester ist es also soweit: Ich hau’ mal wieder in die Tasten, um ueber meine Erlebnisse in den USA zu berichten.
Monatelang habe ich nun mehr oder weniger aufregende Erfahrungen gesammelt, die ich gerne hier teilen moechte. Je groesser allerdings der Berg an Stories wurde, desto groesser wurde auch meine Scheu, wirklich anzufangen. Gleichzeitig wuchs auch mein schlechtes Gewissen, dass ich immer noch nicht begonnen habe, obwohl ich es doch so oft angekuendigt habe.
Nachdem nun das Semester vorbei ist, ich mehrere Wochen Pause habe bevor es wieder losgeht, habe ich auch keine Ausreden mehr. Ich habe ein kleines Menue hier in den Blog eingebaut, um all die posts zu sortieren. Wer sich also nochmal in Erinnerung rufen moechte, wie alles began, der findet zahlreiche Artikel unter “UNC 2008/2009″ ueber meine Zeit in Chapel Hill.
Ich bin also zurueck, und wie die meisten sicher wissen, bin ich diesmal in Raleigh gelandet, der Hauptstadt von North Carolina. Der Grund ist relativ einfach: UNC wollte mich nicht mehr (bzw. meine Bewerbung war einfach nicht gut genug). Dafuer bin ich nun seit August 2010 an der North Carolina State University, der groessten Universitaet in North Carolina. Das gute daran ist, ich bin hier teil eines sehr interessanten Programms das in dieser Form nicht an UNC angeboten wird. Ich mache meinen Master in International Relations & Affairs, und hoffe in 2012 fertig zu sein.
Das Schlechte daran ist, ich stand vor einem grossen Dilemma: NC State ist neben Duke der grosse Rivale von UNC, akademisch aber vor allem sportlich. Dass ich also jetzt offiziell ein Teil des ‘Wolfpacks’ bin, fuehlt sich manchmal wie Verrat an. Ich habe das Carolina Blue Chapel Hills gegen das State Red in Raleigh getauscht, ungefaehr so wie damals Andreas Moeller, als er 2000 von Dortmund zu Schalke ging. Und auch wenn meine Studiengebuehren nun dabei helfen, NC State erfolgreicher zu machen, so bleibe ich dennoch meiner ersten Liebe treu: I’m a Tar Heel born, I’m a Tar Heel bred. And when I die, I’m a Tar Heel dead.
vs
Hier ein kleines Video, dass illustriert wie ernst die Rivalitaet zwischen NC State und UNC schon bei den Juengsten ist:
Unter “recommendations” gibt es den gleichen Jungen auch etwas froehlicher, nachdem NC State mal UNC besiegt hat. Aber obwohl ich weiterhin carolina blue blute, so geniesse ich dennoch meine Zeit in Raleigh und bin dankbar fuer die akademischen Moeglichkeiten, die NC State zu bieten hat.
Das erste Semester habe ich also wie gesagt bereits hinter mir und nun habe ich bis Mitte Januar Zeit, in meinen Erinnerungen aufzuraeumen und alles auf ‘Papier’ zu bringen. Nachdem meine erste Blog-Periode vornehmlich Party Erlebnisse beinhaltete, will ich nun vornehmlich ueber meinen amerikanischen Alltag berichten, in der Hoffnung so etwas Licht in alltaegliche Erlebnisse im Sueden der USA zu bringen und mit einigen deutschen Vorurteilen aufzuraeumen (und auch ein paar neue zu schaffen).
In den kommenden Wochen will ich also davon berichten, was ich im ersten Semester erlebt habe. Angefangen mit all dem Stress meiner Master Bewerbungen, einem Einblick in NC State, sowie meinen akademischen und kulturellen Erlebnissen. Freut euch auf Geschichten ueber Halloween, die North Carolina State Fair, Weihnachten, ein survival Wochenende in den Bergen (inklusive meines ersten Waffengebrauchs), eine Angeltour, Moonshine und alles andere, was Amerika so besonders macht.
Ich hoffe, dass es da draussen noch ein paar Seelen gibt, die die Geduld noch nicht verloren haben und hier regelmaessig reinschauen werden und vielleicht den ein oder anderen Kommentar hinterlassen. Wie immer werde ich versuchen, alles mit Fotos und Videos anzureichern.

Na, dann hau mal in die Tasten!
Von: Mona Charles am Dezember 24, 2010
um 8:10 am